Solidarität und Respekt sind keine Einbahnstraße

Zum Beschluss des Bundestages über eine einrichtungsbezogene Impfflicht erklärt die stv Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls:  

„Ich finde es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass  Beschäftigte in Pflegeheimen, Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen, also überall dort, wo besonders gefährdete Menschen versorgt werden,  geimpft sind. Das ist nicht nur für ihren eigenen Schutz wichtig, sondern auch zum Schutz derer, die sie  pflegen, versorgen und behandeln. Das sage ich auch ganz bewusst als Krankenschwester.

Schließlich wissen wir seit langem, dass Ungeimpfte sich häufiger infizieren und andere anstecken als Geimpfte weniger übertragen und selber erkranken.

Aber ich erwarte auch vom Rest der Bevölkerung, dass sich jede und jeder aus Respekt und Solidarität mit den Beschäftigten im Gesundheitswesen ebenfalls impfen lässt.

Besonders auf den Intensivstationen leisten die Beschäftigten seit fast 2 Jahren einen enormen Einsatz. Sie arbeiten dabei oft an ihren psychischen und physischen Grenzen bringt, um das Leben derjenigen zu retten, die es bislang immer noch nicht für nötig gehalten haben, sich impfen zu lassen. Ungeimpfte  sind mit Schuld daran, dass jetzt einige Pflegende überlegen, den Beruf zu verlassen.

Wir sollten uns alle bewusst machen, dass wir jederzeit in die Situation kommen können, gepflegt werden zu müssen. Respekt und Solidarität sind eben keine Einbahnstraße!“